Die ZPdZ

Niederlassen oder lieber lassen?

Die Dentalbranche steht vor einem Strukturwandel: Der niedergelassene Zahnarzt wird älter, die Praxen sind nicht mehr auf dem neuesten Stand und die Nachfolgersuche gestaltet sich schwierig. Während früher für den Zahnarzt feststand, dass er nach dem Ende seiner Assistenzzeit eine eigene Praxis eröffnet, ist das heute längst nicht mehr der Fall. Immer weniger junge Zahnärzte wagen den Schritt in die Selbständigkeit und bevorzugen stattdessen die Anstellung.

Die Anforderungen an selbständige Zahnmediziner erscheinen hoch. Neben ihrer zahnärztlichen Kerntätigkeit, der bestmöglichen Behandlung des Patienten, müssen sie sich zahlreichen organisatorischen und unternehmerischen Herausforderungen stellen:

  • Hohe Anfangsinvestitionen für die Neugründung oder -übernahme einer Praxis
  • Gesetzliche und berufspolitische Vorgaben
  • Administrative und betriebswirtschaftliche Aufgaben
  • Leitung der Praxis und Führung des Personals
  • Modernisierung und Digitalisierung der Praxis

Ein wichtiger Faktor bei der Entscheidung für oder gegen die eigene Praxis ist auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Denn seit der Generation Y steht das Gehalt weniger im Fokus – viel wichtiger erscheint das das Zusammenspiel von Familie, Freizeit und Beruf. Und dies ist für viele auf den ersten Blick in einer eigenen Zahnarztpraxis nicht vereinbar. 

Um diesen Trends entgegenzuwirken und junge Zahnärzte auf dem Weg in die Selbständigkeit zu begleiten, wurde im Dezember 2018 die „Zahnpraxis der Zukunft“ gegründet.

Wer steckt hinter der ZPdZ?

Die „Zahnpraxis der Zukunft GmbH“ wurde von der Deutschen Apotheker- und Ärztebank eG (apoBank) und der ZA - Zahnärztliche Abrechnungsgenossenschaft (ZA eG) gemeinsam ins Leben gerufen, um ein neues Praxismodell zu entwickeln. Unser Ziel ist es, innovative und moderne Standards der zahnmedizinischen Berufsausübung und der Praxisführung in der "Zahnpraxis der Zukunft" aufzubauen.

"Als Standesbank der Heilberufler verfolgen wir mit der Gründung der ZPdZ den genossenschaftlichen Auftrag unter dem Selbstverständnis ‚Von Heilberuflern für Heilberufler‘. Wir möchten unseren Kunden auch außerhalb des Finanzgeschäftes dabei helfen, ihre privaten und beruflichen Ziele zu erreichen. Deshalb bedient die ZPdZ die Bedarfe der jungen Zahnmediziner nach Flexibilität, Work-Life-Balance und Selbstbestimmung und unterstützt sie auf dem Weg in die eigene Selbständigkeit. Sie ist als eine Art ‚Fahrschulpraxis‘ zu verstehen, die moderne Ausstattung und Unterstützungsangebote für eine optimale Berufsausübung bereitstellt.“

Daniel Zehnich, Leiter Gesundheitsmärkte und Gesundheitspolitik apoBank und Geschäftsführer ZPdZ

„Unser Anliegen ist, die Freiberuflichkeit zu stärken und Alternativen zu investorengetriebenen Versorgungsstrukturen anzubieten. Entsprechend unseres genossenschaftlichen Auftrags wurde das Konzept der ZPdZ ausgestaltet. Erfahrene Mitarbeiter begleiten die Praxis in allen relevanten Bereichen. So kann auf die umfassende Expertise für eine erfolgreiche und rechtssichere Praxis zurückgegriffen werden. Die jungen Selbständigen und ihre Teams werden immer nach dem individuellen Bedarf begleitet. Dies eröffnet viele Gestaltungsmöglichkeiten auch für die wachsende weibliche Zahnärzteschaft.“

Dr. Andreas Janke, Vorstandsvorsitzender ZA eG und Geschäftsführer ZPdZ