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„Zahnpraxis der Zukunft“ – ein innovatives Praxismodell

Düsseldorf, den 11.04.2019: Im Dezember 2018 haben die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (apoBank) und die ZA - Zahnärztliche Abrechnungsgenossenschaft (ZA eG) gemeinsam die „Zahnpraxis der Zukunft GmbH“ (ZPdZ) gegründet, um ein neues Praxismodell zu entwickeln. Beide Unternehmen sind zu 50 Prozent an der Tochtergesellschaft beteiligt. Ziel ist es, innovative und moderne Standards der zahnmedizinischen Berufsausübung und der Praxisführung in der "Zahnpraxis der Zukunft" aufzubauen. Diese soll Mitte 2019 im Düsseldorfer Stadtteil Lörick an den Start gehen.

Impulse für ZPdZ kommen aus dem Markt

Der Zahnärztemarkt steht vor einem Strukturwandel: Der niedergelassene Zahnarzt wird im Schnitt älter, Praxen sind zunehmend veraltet und die Nachfolgersuche gestaltet sich immer schwieriger. Die Gründe hierfür sind vielfältig: Veränderte persönliche Präferenzen junger Zahnärzte, die häufiger die Anstellung wählen - oft bedingt durch Vorbehalte gegen finanzielle Verpflichtungen und Unerfahrenheit im Unternehmertum. Hinzu kommt, dass immer mehr Finanzinvestoren auf den Markt drängen, die durch den Aufbau von großen Versorgungseinheiten Anstellungsstrukturen begünstigen. Daneben verändert die Digitalisierung die Bedürfnisse der Heilberufler und der Patienten gleichermaßen. Diese Entwicklungen stellen die Praxen vor großen Herausforderungen.

Neue Form der Berufsausübung für Zahnärzte – innovativ und digital

Das Modell der Zahnpraxis der Zukunft liefert Lösungen für unterschiedliche Anliegen bei der zahnärztlichen Versorgung:

  • Jungen Zahnärzten bietet die ZPdZ eine schlüsselfertige Zahnarztpraxis zur Miete, in der sie die Selbständigkeit ohne hohe finanzielle Verbindlichkeiten ausprobieren können. Die ZPdZ unterstützt durch aktives Coaching und begleitet die Praxis mit verschiedenen Serviceleistungen.
  • Praxisinhabern, die kurz vor dem Ruhestand stehen, kann die ZPdZ die Praxisabgabe erleichtern. Die Gesellschaft übernimmt die Praxisräume, koordiniert Modernisierung und Umbau und findet einen geeigneten Nachfolger, die auf dem Weg in die Selbständigkeit begleitet werden.
  • Gemeinden, vor allem in ländlichen Regionen, kann die ZPdZ bei der Sicherstellung der zahnärztlichen Versorgung unterstützen. Dazu würde sie geeignete Praxisräume mieten und nach modernen Standards ausstatten, so dass ein attraktives Umfeld und flexible Arbeitszeitmodelle entstehen.
  • Interessierten Zahnärzten, die ihre Praxis digitalisieren und modernisieren wollen, soll diese zukunftsweisende Umgebung der ZPdZ am Standort Düsseldorf zugänglich gemacht werden. Geplant sind Hospitationen von Zahnärzten und Praxispersonal sowie Seminare, Vorträge, Führungen und Workshops zu Themen wie Existenzgründung, Prozessmanagement und Digitalisierung in den Praxisräumlichkeiten.

Die „Zahnpraxis der Zukunft“ steht für moderne Anwendungen, optimale Personalplanung und -führung und regelmäßige Teamcoaching. Die ZPdZ GmbH mietet Räumlichkeiten an, stattet die Praxis mit modernster Einrichtung und innovativen Prozessen aus und verpachtet das Gesamtpaket schlüsselfertig an Zahnärzte. Diese werden immer selbständig tätig sein. Gleichzeitig profitiert der Arzt von einer flexiblen Vertragslaufzeit, sodass jederzeit die Möglichkeit besteht, Ausstattung und Geräte zu übernehmen und die Praxis somit auch als Eigentümer zu führen. Darüber hinaus bietet die ZPdZ den Zahnärzten die Auslagerung unterschiedlichster administrativer und betriebswirtschaftlicher Serviceleistungen an, wie beispielsweise Praxis- und Qualitätsmanagement, Factoring oder Gerätewartung. Effiziente und unbürokratische Praxisprozesse ermöglichen es den Heilberuflern, sich auf ihre zahnmedizinische Kerntätigkeit und die Patienten zu fokussieren.

„Als Standesbank der Heilberufler verfolgen wir als apoBank mit der Gründung der ZPdZ den genossenschaftlichen Auftrag unter dem Selbstverständnis "Von Heilberuflern für Heilberufler““, erklärt Daniel Zehnich, Leiter des Bereichs Gesundheitsmärkte und Gesundheitspolitik bei der apoBank und Geschäftsführer der ZPdZ. „Wir möchten unseren Kunden auch außerhalb des Finanzgeschäftes dabei helfen, ihre privaten und beruflichen Ziele zu erreichen. Vor diesem Hintergrund bedient die ZPdZ die Bedarfe der jungen Zahnmediziner nach Flexibilität, Work-Life-Balance und Selbstbestimmung und unterstützt diese auf dem Weg in eigene Selbständigkeit. Sie ist als eine Art „

‚Fahrschulpraxis‘ zu verstehen, die moderne Ausstattung sowie effiziente Prozesse und Unterstützungsangebote für eine optimale Berufsausübung bereitstellt.“

„Unser Anliegen ist, die Freiberuflichkeit zu stärken und Alternativen zu fremdkapitalfinanzierten Versorgungsstrukturen anzubieten“, ergänzt Dr. Andreas Janke, Vorstandsvorsitzender der ZA eG und Geschäftsführer der ZPdZ. „Entsprechend unserem genossenschaftlichen Auftrag wurde das Konzept der ZPdZ ausgestaltet. Erfahrene Mitarbeiter begleiten die Praxis in allen relevanten Bereichen. So kann auf die umfassende Expertise für eine erfolgreiche und rechtssichere Praxis zurückgegriffen werden. Die jungen Selbständigen und ihre Teams werden immer nach dem individuellen Bedarf begleitet. Dies eröffnet viele Gestaltungsmöglichkeiten auch für die wachsende weibliche Zahnärzteschaft.“

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